Kostenlose Beratung. Gemeinsame Einkaufsmacht. Exklusive Sonderkonditionen. Professionelle Marktbeobachtung. Niedrige Servicegebühren.
Die Begriffe klingen vertraut. Sie klingen vernünftig. Und genau deshalb werden sie so häufig verwendet.
Doch was verbirgt sich tatsächlich dahinter? Wer bezahlt die angeblich kostenlose Beratung? Entsteht durch Bündelung tatsächlich mehr Marktmacht? Und weshalb können selbst kleine Gebühren über die Laufzeit eines Energievertrages erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben?
Die zweite Veranstaltung der Reihe „NSB26 – Nepper, Schlepper, Bauernfänger in der Energiewirtschaft“ beleuchtet drei besonders verbreitete Vertriebsnarrative, die im deutschen Mittelstand seit Jahren erfolgreich eingesetzt werden.
Veranstaltung 2 Dienstag, 11. August 2026 | 19:00 Uhr Exklusiv im Mitgliederbereich der MVE e. V.
Kapitel 4 – Die Gratis-Lüge
Warum kostenlose Beratung häufig die teuerste Beratung sein kann.
Kaum ein Begriff wirkt vertrauensbildender als „kostenlos“. Doch in der Energiewirtschaft stellt sich häufig eine einfache Frage: Wenn der Kunde nichts bezahlt, wer bezahlt dann?
Dieses Kapitel zeigt, welche Vergütungsmodelle hinter vermeintlich kostenlosen Beratungen stehen können, welche Interessenkonflikte daraus entstehen und warum Transparenz bei der Vergütung häufig wichtiger ist als die Höhe der Vergütung selbst.
Kapitel 5 – Die Bündelungs-Legende
Wenn aus vielen Unternehmen nicht automatisch bessere Preise werden.
Einkaufsgemeinschaften, Bündelungsmodelle und gemeinsame Ausschreibungen versprechen häufig bessere Konditionen durch größere Mengen. Die Theorie klingt überzeugend.
Doch wie viel zusätzliche Marktmacht entsteht tatsächlich? Welche Vorteile sind real und welche lediglich Teil eines Vertriebsnarrativs? Und warum profitieren manche Anbieter von Bündelungsmodellen oftmals verlässlicher als die Unternehmen selbst?
Dieses Kapitel trennt wirtschaftliche Realität von marketingwirksamen Versprechen.
Kapitel 6 – Die Servicegebühr-Falle
Kleine Gebühren mit großer Wirkung.
Servicegebühren wirken auf den ersten Blick häufig überschaubar. Einige Zehntel Cent pro Kilowattstunde scheinen kaum der Rede wert.
Doch über mehrere Jahre Vertragslaufzeit, hohe Verbräuche und zusätzliche Preisbestandteile können daraus schnell erhebliche Beträge werden.
Dieses Kapitel zeigt, weshalb Servicegebühren niemals isoliert betrachtet werden sollten und warum die entscheidende Frage häufig nicht lautet, ob eine Gebühr erhoben wird, sondern wofür sie tatsächlich gezahlt wird.
Anschließende Diskussion
Nach den Videobeiträgen besteht die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch sowie zur Diskussion konkreter Praxisfälle aus dem Unternehmensalltag.
Die weiteren Termine
18. August 2026 | 19:00 Uhr Kapitel 7–9
25. August 2026 | 19:00 Uhr Kapitel 10–12
01. September 2026 | 19:00 Uhr Kapitel 13–15
08. September 2026 | 19:00 Uhr Kapitel 16–18
Nur für Mitglieder der Mittelstandsvereinigung Energie für Deutschland e. V.
Nicht jede kostenlose Beratung ist kostenlos. Nicht jede Bündelung schafft Vorteile. Und nicht jede Servicegebühr bezahlt tatsächlich einen Service.
Wer Energieverträge bewertet, sollte deshalb nicht nur auf den Preis schauen. Oft entscheidet sich die Wirtschaftlichkeit eines Angebots an den Stellen, die in der Vertriebspräsentation nur klein gedruckt erscheinen.