Neues von der Mittelstandsvereinigung Energie für Deutschland e. V.

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Analysen, Marktberichte, Stellungnahmen und Gespräche – an einem Ort. Fünf Formate, eine Haltung: Energie- und Wirtschaftspolitik konsequent aus der Perspektive unternehmerischer Realität gedacht.

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Aktuell Analyse

Energiewende gescheitert: Schluss mit diesem Experiment

Eine grüne Energieministerin spricht aus, was in der Erfolgserzählung der Energiewende nicht vorkommen darf: Bereits genehmigte Windräder könnten ungebaut bleiben, weil ihre Wirtschaftlichkeit ohne ausreichende Zuschläge nicht gewährleistet ist. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Förderung soll deshalb nicht etwa das Konzept hinterfragt werden – gefordert wird die nächste Sonderregel. Für die MVE ist dieser Vorgang weit mehr als eine Panne im Fördersystem. Er führt zu einer Frage, der die deutsche Energiepolitik nicht länger ausweichen kann: Wie viele Beweise braucht es noch, bis das Scheitern der Energiewende endlich anerkannt wird?

Bericht lesen

Netzentgelte: Bevor die Verbraucher noch mehr zahlen, reden wir über die Renditen

Rund 37 Milliarden Euro kostet das deutsche Stromnetz seine Nutzer inzwischen jährlich. Mit AgNes arbeitet die Bundesnetzagentur daran, diese Kosten künftig anders auf Unternehmen und Verbraucher zu verteilen. Gleichzeitig weist eine aktuelle Analyse bei den größten Verteilnetzbetreibern für 2024 eine durchschnittliche handelsrechtliche Eigenkapitalrendite von 30,1 Prozent aus, in einem Fall sogar 61 Prozent. Selbst die Bundesnetzagentur räumt ein, dass Netzbetreiber seit Jahren Renditen deutlich oberhalb der regulatorisch vorgesehenen Kapitalverzinsung erzielen konnten. Der MVE meint: Bevor darüber gesprochen wird, wer künftig noch mehr zahlen soll, gehört erst einmal geklärt, warum ein reguliertes Monopol solche Renditen hervorbringt.

Netzentgelte

Deutschlands Gasreserve schrumpft – und Berlin nennt das Versorgungssicherheit

Deutschlands Gasspeicher sind so schlecht gefüllt wie seit mindestens 15 Jahren nicht mehr – und der Winter liegt noch vor uns. Gleichzeitig fehlen dem Markt die wirtschaftlichen Anreize, die Reserven schnell genug aufzufüllen, während Europa auf einem geopolitisch zunehmend angespannten Weltmarkt um LNG konkurriert. Noch gibt es keine Gasmangellage. Doch genau das ist nicht die entscheidende Frage. Entscheidend ist, wie viel Sicherheit sich ein Industrieland leisten darf zu verlieren, bevor aus einem Risiko ein Problem wird.

Gasspeicher

Willkommen im Irrenhaus Deutschland

Die Gasspeicher sind nur etwa halb gefüllt, der europäische Gaspreis ist zeitweise auf fast 70 Euro je Megawattstunde gestiegen und im Produzierenden Gewerbe sind binnen eines Jahres rund 159.000 Arbeitsplätze verschwunden. Gleichzeitig erklären Wissenschaftler noch immer, ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren werde die Strompreise senken. Drei Meldungen eines Tages zeigen, wie weit energiepolitische Theorie und wirtschaftliche Realität in Deutschland inzwischen auseinanderliegen.

Energiepolitik

Bis zu 392 Milliarden Euro – und wenn der Mittelstand nicht ins Stromsystem passt, wird er bestraft

Deutschland plant für den Ausbau seiner Stromnetze bis 2045 Investitionen von 365 bis 392 Milliarden Euro. Allein die Offshore-Netzinfrastruktur soll 149 bis 167 Milliarden Euro kosten. Bei der Analyse des Netzentwicklungsplans hat der MVE einen brisanten regulatorischen Zirkelschluss mit AgNes identifiziert: Die Netzplanung setzt die Flexibilität der Unternehmen bereits voraus, während die neue Netzentgeltsystematik anschließend dafür sorgen soll, dass diese Flexibilität auch geliefert wird. Wer seine Produktion nicht entsprechend anpassen kann, soll dafür bezahlen. Gleichzeitig zeigen ausgebliebene Gebote bei einer Offshore-Ausschreibung, wie schnell politische Ausbauannahmen und wirtschaftliche Realität auseinanderfallen können. Der MVE hat deshalb Stellung bezogen – und verlangt einen Realitätscheck, bevor aus Annahmen jahrzehntelange Milliardenrechnungen für Industrie und Mittelstand werden.

Netzentwicklungsplan

Deutschlands Gasversicherung ist halb leer – und der Winter hat noch nicht einmal begonnen

Deutschlands Gasspeicher sind Ende August nur etwa halb gefüllt. Gleichzeitig kämpfen Europa und Asien um LNG, die Straße von Hormus bleibt ein geopolitischer Risikofaktor und Gas ist teuer. Das ist keine gewöhnliche Momentaufnahme eines schwankenden Energiemarktes. Es ist der Belastungstest für eine Versorgungsarchitektur, die Deutschland in wenigen Jahren grundlegend umgebaut hat. Und ausgerechnet vor dem nächsten Winter zeigt sich, wie dünn der Sicherheitspuffer geworden ist.

Gasspeicher

Ergänzung zur Stellungnahme der Mittelstandsvereinigung Energie für Deutschland e. V. zum Netzentwicklungsplan Strom 2037/2045 (2025) Ergänzender Hinweis zur Wirtschaftlichkeit und Risikoverteilung bei Offshore-Netzanbindungen

Ergänzung zur MVE-Stellungnahme: Offshore-Netzausbau braucht einen Realitätscheck Bis 2045 sind für die Offshore-Netzinfrastruktur Investitionen von rund 149 bis 167 Milliarden Euro vorgesehen. Gleichzeitig blieb die Ausschreibung der Offshore-Flächen N-10.1 und N-10.2 mit insgesamt 2,5 GW vollständig ohne Gebot. Für den MVE ist das ein Marktsignal, das bei langfristigen Investitionsentscheidungen nicht ignoriert werden darf. Notwendige Netzanbindungen müssen rechtzeitig entstehen – aber die Letztverbraucher dürfen nicht das vollständige wirtschaftliche Risiko für Infrastruktur tragen, wenn die dazugehörige Erzeugungsleistung möglicherweise später, geringer oder gar nicht realisiert wird. Deshalb fordert der MVE auch beim Offshore-Netzausbau: No-Regret-Maßnahmen priorisieren, szenarioabhängige Investitionen transparent kennzeichnen und Realisierungsannahmen vor irreversiblen Milliardenentscheidungen erneut überprüfen. Planungsannahmen dürfen tatsächliche Investitionsentscheidungen nicht ersetzen.

Netzausbau

Stellungnahme der Mittelstandsvereinigung Energie für Deutschland e. V. zur Konsultation des Netzentwicklungsplans Strom 2025–2037/2045 und zu den vorläufigen Prüfungsergebnissen der Bundesnetzagentur

MVE nimmt Stellung zum Netzentwicklungsplan Strom Der Ausbau der Stromnetze wird Deutschland bis 2045 mehrere hundert Milliarden Euro kosten – finanziert letztlich auch durch Industrie, Gewerbe und Mittelstand. Der MVE fordert deshalb Planungsrealismus, Kostentransparenz und die Priorisierung robuster No-Regret-Maßnahmen. Besonders kritisch sehen wir einen möglichen regulatorischen Zirkelschluss: Wenn die Netzplanung industrielle Flexibilität bereits voraussetzt, darf diese nicht anschließend über eine neue Netzentgeltsystematik wirtschaftlich erst erzwungen werden. Unser Grundsatz: Netzplanung muss technisch notwendig, wirtschaftlich robust und für die Unternehmen langfristig tragfähig sein.

Netzentwicklungsplan

Die Netzentgelt-Augenwischerei: Wenn Kostenverlagerung als Preissenkung verkauft wird

Deutschland diskutiert über sinkende Netzentgelte. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt hinter der vermeintlichen Entlastung einen bemerkenswerten Mechanismus: Der Staat zahlt Milliarden, neue Nutzergruppen sollen stärker belastet werden und Unternehmen sollen ihre Produktion zunehmend an den Bedürfnissen des Stromnetzes ausrichten. Am Ende kann tatsächlich eine Zahl auf der Stromrechnung sinken. Die entscheidende Frage lautet nur: Wer bezahlt die Rechnung dann eigentlich?

Netzentgelte

Energiewende außer Kontrolle: Industrie auf dem Rückzug, Gasspeicher halb leer – und jetzt soll noch mehr Preisdruck die Unternehmen gefügig machen

Deutschland diskutiert über Wettbewerbsfähigkeit, während seine Industrie längst mit den Füßen abstimmt. Die Gasspeicher sind ungewöhnlich schwach gefüllt, ein Krieg treibt die Energiepreise – und gleichzeitig zeigt eine neue ifo-Untersuchung, dass politisch gewünschte Investitionen offenbar erst bei erheblich höherem CO₂-Preisdruck attraktiv werden. Drei Nachrichten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Zusammen erzählen sie jedoch eine Geschichte über ein energiepolitisches System, dessen Widersprüche kaum noch zu übersehen sind. Was geschieht, wenn ausgerechnet der Preis, unter dem der Standort leidet, zum Instrument seiner Transformation gemacht wird?

Energiepolitik

Deutschland verliert seine gesunden Unternehmen – und die Politik schaut dem Niedergang zu

Deutschland verliert Unternehmen in einem Tempo wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Doch hinter den rund 188.000 Schließungen verbirgt sich ein Befund, der weit beunruhigender ist als die nächste Insolvenzstatistik: Es verschwinden zunehmend Betriebe, die keineswegs unmittelbar vor der Zahlungsunfähigkeit standen. Während Politik und Öffentlichkeit auf Konjunkturindikatoren schauen, wird an anderer Stelle wirtschaftliche Substanz abgebaut, die sich nicht einfach zurückholen lässt. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur, wie viele Unternehmen Deutschland verliert – sondern warum immer mehr Unternehmer offenbar zu dem Schluss kommen, dass sich das Weitermachen nicht mehr lohnt.

Deindustrialisierung

Stellungnahme der Mittelstandsvereinigung Energie für Deutschland e. V. (MVE e. V.) zum Festlegungsverfahren der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes), GBK-25-01-1#3

Die Reform der Stromnetzentgelte klingt technisch – für mittelständische Unternehmen kann sie jedoch erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Mit AgNes drohen neue Prognose-, Investitions- und Anpassungsrisiken: Unternehmen sollen ihre Netznutzung stärker an einem Stromsystem ausrichten, dessen Anforderungen sich grundlegend verändert haben. Der MVE e. V. hat deshalb gegenüber der Bundesnetzagentur klar Stellung bezogen. Flexibilität lässt sich nicht regulatorisch verordnen, Produktionsprozesse folgen nicht beliebig den Anforderungen des Stromnetzes und Kosten werden nicht geringer, nur weil sie vom Netzbetreiber in die Unternehmensbilanz verschoben werden. Nicht die Unternehmen müssen beweisen, dass sie flexibel genug für das neue Stromsystem sind. Die Regulierung muss beweisen, dass ihre Anforderungen notwendig und wirtschaftlich vernünftig sind.

Stellungnahme

Stellungnahme des MVE e. V. zur Konsultation der Orientierungspunkte „Systematik der Gasnetzentgelte – SyGNE“, Verfahren GBK-25-01-2#2

Die Gasnetze werden künftig von immer weniger Verbrauchern genutzt – ihre Kosten verschwinden deshalb jedoch nicht. Genau darin liegt ein erhebliches Risiko für mittelständische Unternehmen, die Erdgas für ihre Produktionsprozesse weiterhin benötigen. Der MVE e. V. hat deshalb im SyGNE-Verfahren der Bundesnetzagentur Stellung bezogen: Die verbleibenden Gasverbraucher dürfen nicht zu den residualen Kostenträgern einer schrumpfenden Gasinfrastruktur werden. Gefordert werden transparente Transformationskosten, verursachungsgerechte Netzentgelte und eine belastbare Folgenabschätzung, bevor eine neue Entgeltsystematik festgelegt wird. Die Transformation der Gasinfrastruktur darf nicht auf Kosten der Unternehmen finanziert werden, die technisch am längsten auf sie angewiesen sind.

Stellungnahme
— Über die Formate

Fünf Formate.
Ein Anspruch.

Klartext

Klartext bündelt die publizistische Arbeit des MVE in einem Index. Statt fünf separater Kanäle gibt es einen Ort – und fünf klar gekennzeichnete Formate, zwischen denen sich frei filtern lässt.

Analyse
Energie- & Wirtschaftspolitik

Systematische Einordnungen aktueller Entwicklungen – mit Fokus auf realwirtschaftliche Auswirkungen für Unternehmen.

Marktbericht
Energiemarktberichte

Wöchentliche und monatliche Analysen zu Preisentwicklungen, Fundamentaldaten und Handlungsperspektiven.

Podcast
Klartext im Gespräch

Aktuelle Themen, klare Worte, direkte Einordnung – kompakt, nachvollziehbar und mit klarer Haltung.

Pressemitteilung
Mitteilungen an die Öffentlichkeit

Aktuelle Meldungen und Forderungen des MVE e. V. an Presse und Öffentlichkeit.

Stellungnahme
Stellungnahmen des Verbands

Offizielle Positionierungen des MVE e. V. zu Gesetzesvorhaben, Konsultationen und energiepolitischen Debatten.