Die Energiewende wird immer teurer. Bezahlen müssen Steuerzahler, Verbraucher und Unternehmen.
Es sind zwei Zahlen, die das wirtschaftliche Versagen der deutschen Energiewende kaum deutlicher dokumentieren könnten. Am 26. Oktober 2026 veröffentlichten die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber ihre Kostenprognosen für das kommende Jahr. Demnach werden 2027 erneut 17,524 Milliarden Euro benötigt, um die staatlichen Förderverpflichtungen gegenüber den Betreibern erneuerbarer Energieanlagen zu finanzieren. Das sind rund 1,4 Milliarden Euro mehr als ursprünglich für 2026 prognostiziert und gut eine Milliarde Euro mehr, als Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) bislang im Haushalt für 2027 vorgesehen hat. Gleichzeitig steigen die drei gesetzlichen Stromumlagen für nicht privilegierte Verbraucher von 2,946 auf 3,621 Cent je Kilowattstunde. Ein Anstieg um 22,9 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres.
Man muss sich diese Entwicklung vor dem Hintergrund der politischen Versprechen vor Augen führen, mit denen Deutschland vor mehr als einem Vierteljahrhundert seine Energiewende begann. Wind und Sonne sollten langfristig eine sichere, saubere und vor allem günstige Stromversorgung ermöglichen. Die staatliche Förderung wurde als Anschubfinanzierung für eine Technologie verkauft, die irgendwann wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen sollte. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2026, und das Fördersystem benötigt für 2027 erneut mehr als 17 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt. Zusätzlich steigen die gesetzlichen Belastungen auf den Stromrechnungen kräftig. Wer darin einen wirtschaftlichen Erfolg erkennen will, muss schon sehr großzügige Maßstäbe anlegen.
Dabei offenbart sich das eigentliche Problem erst, wenn man versteht, wie dieses System funktioniert.
Je billiger der Solarstrom an der Börse, desto teurer kann seine Förderung werden
Die deutsche Energiepolitik verweist gerne auf niedrige oder sogar negative Börsenstrompreise als Beweis dafür, dass erneuerbare Energien besonders günstigen Strom produzieren. Tatsächlich fallen die Preise an der Strombörse immer dann besonders stark, wenn große Mengen Wind- und Solarstrom gleichzeitig auf den Markt drängen. Das klingt zunächst erfreulich. Viel Strom, niedrige Preise. Genau so sollte ein funktionierender Markt schließlich reagieren.
Nur funktioniert die deutsche Energiewende eben nicht nach den gewöhnlichen Regeln eines Marktes.
Viele Betreiber erneuerbarer Energieanlagen besitzen gesetzlich garantierte Vergütungs- oder Förderansprüche. Liegt der maßgebliche Marktwert ihres Stroms unter dem zugesicherten Vergütungsniveau, wird die Differenz über das EEG-Fördersystem ausgeglichen. Je niedriger der Marktwert ausfällt, desto höher kann folglich die erforderliche Förderung je Kilowattstunde werden. Die Kosten verschwinden also nicht, wenn die Börsenpreise sinken. Sie tauchen an anderer Stelle wieder auf, nämlich im EEG-Finanzierungsbedarf des Bundes.
Die Zahlen des Jahres 2025 verdeutlichen diesen Mechanismus eindrucksvoll. Während der durchschnittliche Börsenstrompreis bei 8,932 Cent je Kilowattstunde lag, erreichte Solarstrom aufgrund seiner zeitlich konzentrierten Einspeisung lediglich einen durchschnittlichen Marktwert von 4,508 Cent. Gerade einmal gut die Hälfte des allgemeinen Börsendurchschnitts. Gleichzeitig registrierte die Bundesnetzagentur 573 Stunden mit negativen Großhandelspreisen.
Das bedeutet: Deutschland erzeugt zu bestimmten Zeiten so viel Strom, dass seine Vermarktungserlöse massiv unter Druck geraten. In anderen Stunden, insbesondere bei Dunkelheit und schwachem Wind, fehlt genau diese Erzeugung wieder. Dann müssen andere Kraftwerke einspringen oder Stromimporte die Versorgung ergänzen.
Die gesetzlichen Regelungen begrenzen inzwischen bei zahlreichen Anlagen die Förderung während negativer Preisphasen. Ältere Anlagen genießen jedoch teilweise weiterhin andere Vergütungsbedingungen. Vor allem bleibt das grundsätzliche Problem bestehen: Eine wachsende Menge wetterabhängiger Stromerzeugung konkurriert während ihrer Einspeisezeiten mit sich selbst und drückt dadurch den eigenen Marktwert.
Die wirtschaftliche Konsequenz ist bemerkenswert. Der Ausbau einer geförderten Technologie kann dazu führen, dass diese Technologie ihren eigenen Marktwert vermindert und damit den Förderbedarf erhöht. Ein System, das mit steigender Produktion seine eigenen wirtschaftlichen Grundlagen schwächt, sollte eigentlich Anlass für eine grundlegende Überprüfung sein.
Stattdessen wird weitergebaut.
17,5 Milliarden Euro – und die Rechnung ist noch lange nicht vollständig
Der für 2027 prognostizierte EEG-Finanzierungsbedarf beträgt 17,524 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 lag die entsprechende Prognose bei 17,030 Milliarden Euro, für 2026 zunächst bei 16,152 Milliarden Euro. Von einem dauerhaften Verschwinden der Förderkosten kann also keine Rede sein.
Besonders aufschlussreich ist die Rolle der Photovoltaik. Nach der aktuellen Mittelfristprognose entfallen rund 9,6 Milliarden Euro der erwarteten Förderkosten auf Solarenergie. Damit ist ausgerechnet jene Technologie, deren Stromgestehungskosten immer wieder als besonders niedrig angepriesen werden, ein wesentlicher Treiber der staatlichen Förderausgaben.
Hier liegt ein fundamentaler Denkfehler der deutschen Energiepolitik. Die Produktionskosten einer Kilowattstunde Solarstrom sagen wenig darüber aus, was ihre verlässliche Bereitstellung für eine Volkswirtschaft kostet.
Eine Solaranlage erzeugt Strom, wenn die Sonne scheint, nicht unbedingt dann, wenn ein Industriebetrieb ihn benötigt. Eine Windenergieanlage produziert bei entsprechendem Windangebot, nicht nach dem Schichtplan eines Stahlwerks. Strom muss aber in jeder Sekunde genau dann verfügbar sein, wenn er gebraucht wird. Deshalb benötigt ein zunehmend wetterabhängiges Stromsystem zusätzliche Leitungen, Netzverstärkungen, Regelenergie, flexible Kraftwerke und Speicher. Hinzu kommen Kosten für das Management von Netzengpässen und für die Aufrechterhaltung der Versorgung in Zeiten geringer Wind- und Solarstromerzeugung.
Diese Kosten gehören zur Energiewende. Sie verschwinden nicht dadurch, dass man sie buchhalterisch in unterschiedliche Kategorien aufteilt.
Wer ausschließlich die Stromgestehungskosten einer Solaranlage betrachtet und daraus ableitet, Deutschland könne damit besonders billig mit Strom versorgt werden, verwechselt die Herstellung eines einzelnen Produkts mit den Kosten eines vollständigen Versorgungssystems.
Kein Unternehmer würde eine solche Rechnung akzeptieren. Wer in einer Fabrik lediglich die reinen Produktionskosten eines Erzeugnisses kalkuliert, Transport, Lagerung, Vorhaltung, Finanzierung und Vertrieb aber ignoriert, wird sehr schnell feststellen, dass er seine Ware weit unter den tatsächlichen Gesamtkosten anbietet.
Genau diesen Fehler begeht Deutschland bei der öffentlichen Darstellung der Energiewende seit Jahren.
Die EEG-Umlage wurde abgeschafft. Die Kosten sind geblieben.
Besonders geschickt war die politische Entscheidung, die EEG-Umlage von der Stromrechnung verschwinden zu lassen. Seit 2023 werden die entsprechenden Förderverpflichtungen aus dem Bundeshaushalt finanziert.
Für die Verbraucher sah das zunächst nach einer Entlastung aus. Tatsächlich wurde lediglich der Finanzierungsweg verändert.
Was früher unmittelbar über den Strompreis eingezogen wurde, muss seither aus staatlichen Mitteln bezahlt werden. Diese Mittel stammen letztlich aus Steuereinnahmen, anderen öffentlichen Finanzierungsquellen oder zusätzlicher staatlicher Verschuldung. Der Stromkunde erkennt die EEG-Förderung nicht mehr als gesonderte Position auf seiner Rechnung. Als Steuerzahler und Bürger trägt er die wirtschaftlichen Folgen dennoch mit.
Das ist keine Kostensenkung, sondern eine Verlagerung der Finanzierung.
Für 2027 kommt noch eine weitere milliardenschwere Position hinzu. Die Bundesregierung plant, die Übertragungsnetzentgelte mit 5,525 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds zu stützen. Ohne diesen Zuschuss würden die entsprechenden Netzkosten für Stromkunden höher ausfallen.
Damit stehen für die EEG-Finanzierung und die Dämpfung der Übertragungsnetzentgelte zusammen öffentliche Mittel von rechnerisch mehr als 23 Milliarden Euro im Raum. Die beiden Beträge betreffen unterschiedliche Aufgaben und dürfen nicht als ein einheitlicher EEG-Förderbetrag ausgegeben werden. Für die volkswirtschaftliche Betrachtung sind sie dennoch gleichermaßen relevant.
Denn hier bezahlt der Staat einerseits Milliarden, um die Erzeugung erneuerbaren Stroms zu fördern, und andererseits weitere Milliarden, um einen Teil der Kosten der Stromnetze für die Verbraucher abzufedern.
Und damit nicht genug.
Trotz dieser gewaltigen staatlichen Finanzierungsleistungen steigen die gesetzlichen Stromumlagen 2027 um nahezu 23 Prozent.
Man muss sich ernsthaft fragen, wie viele Milliarden Euro der Staat noch in dieses System lenken muss, bevor die versprochene günstige Stromversorgung tatsächlich bei den Unternehmen und Verbrauchern ankommt.
Der Netzausbau präsentiert die nächste Rechnung
Besonders kräftig steigt 2027 der sogenannte Aufschlag für besondere Netznutzung. Er erhöht sich um 30 Prozent auf 2,027 Cent je Kilowattstunde. Die Offshore-Netzumlage steigt um 21,5 Prozent auf 1,143 Cent. Lediglich die KWKG-Umlage verändert sich mit 0,451 Cent kaum.
Hinter diesen wenig verständlichen Begriffen verbergen sich handfeste finanzielle Belastungen.
Über den Aufschlag für besondere Netznutzung werden unter anderem Mehrkosten verteilt, die durch die Integration erneuerbarer Energieanlagen in die Verteilnetze entstehen. Hinzu kommen Ausgleichszahlungen für bestimmte gesetzlich begünstigte Netznutzungen. Die Offshore-Netzumlage finanziert insbesondere die Anbindung von Windparks auf See sowie gesetzliche Entschädigungsansprüche.
Mit anderen Worten: Der Stromverbraucher bezahlt nicht nur den Strom und dessen Transport. Er finanziert über gesetzliche Umlagen auch Teile der Kosten, die durch den politisch vorangetriebenen Umbau des Energiesystems entstehen.
Der Zusammenhang ist offensichtlich. Wind- und Solarenergie werden bevorzugt dort errichtet, wo geeignete Flächen und entsprechende natürliche Bedingungen vorhanden sind. Die großen industriellen Verbrauchszentren liegen jedoch häufig an anderen Standorten. Stromerzeugung und Stromverbrauch entfernen sich damit räumlich und zeitlich voneinander. Die Folgen sind steigender Netzausbaubedarf, höhere Anforderungen an die Netzsteuerung und zusätzliche Kosten für die Integration dezentraler Erzeugungsanlagen.
Die politisch forcierte Energiewende schafft auf diese Weise immer neue Kostenpositionen, die in den ursprünglich beworbenen Stromgestehungskosten überhaupt nicht enthalten sind.
Besonders bemerkenswert ist, dass der für 2027 veröffentlichte Aufschlag bereits unter Berücksichtigung des geplanten Bundeszuschusses zu den Übertragungsnetzkosten berechnet wurde. Die gesetzliche Grundlage dafür war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht verabschiedet. Sollte bis zum 7. Dezember 2026 keine Rechtssicherheit bestehen, rechnen die Übertragungsnetzbetreiber sogar mit entsprechend höheren endgültigen Übertragungsnetzentgelten und einem höheren Aufschlag für besondere Netznutzung.
Die Zahlen vom 26. Oktober sind damit noch nicht einmal in jeder Hinsicht das denkbar ungünstigste Szenario.
Die Industrie bezahlt die Folgen einer politischen Fehlkalkulation
Für den deutschen Mittelstand ist diese Entwicklung ein weiteres wirtschaftliches Warnsignal.
Ein nicht privilegiertes Unternehmen mit einem Jahresstromverbrauch von einer Million Kilowattstunden muss allein aufgrund der drei erhöhten Umlagen 2027 mit zusätzlichen Kosten von 6.750 Euro rechnen. Bei höheren Verbrauchsmengen können sich entsprechende Belastungen schnell zu erheblichen Beträgen summieren.
Zwar gelten für bestimmte stromintensive Unternehmen gesetzliche Privilegierungen und reduzierte Umlagesätze. Beim Aufschlag für besondere Netznutzung werden beispielsweise Strommengen oberhalb einer Million Kilowattstunden je Abnahmestelle unter bestimmten Voraussetzungen erheblich entlastet. Auch das Energiefinanzierungsgesetz sieht besondere Ausgleichsregelungen vor.
Doch auch diese Ausnahmen offenbaren ein grundsätzliches Problem. Der Gesetzgeber schafft zunächst ein System hoher staatlich regulierter Energiekosten und anschließend immer neue Sonderregelungen, um besonders betroffene Unternehmen vor den wirtschaftlichen Folgen dieser Kosten zu schützen.
Wer die Privilegierungen erhält, muss weniger bezahlen. Wer nicht darunterfällt, trägt die regulären Belastungen. Die Verwaltung des Systems erfordert zusätzliche Anträge, Nachweise, Prüfungen und Bürokratie.
Für eine mittelständische Industrie, die im internationalen Wettbewerb steht, ist das keine überzeugende Energiepolitik.
Deutschland konkurriert schließlich nicht nur mit seinen europäischen Nachbarn, sondern mit Produktionsstandorten in Nordamerika, Asien und anderen Weltregionen. Dort interessiert sich niemand dafür, ob deutsche Stromkosten aus Netzentgelten, Umlagen, Steuern, Abgaben oder Energiepreisen bestehen. Entscheidend ist allein, welcher Gesamtbetrag am Ende bezahlt werden muss.
Für einen Industriebetrieb, der über seine nächste Investition entscheidet, zählt nicht die politische Absicht hinter einem Energiegesetz. Er kalkuliert Produktionskosten, Absatzpreise, Risiken und Renditen.
Wenn die Energiekosten dauerhaft zu hoch bleiben, wird er Investitionen verschieben, Produktionskapazitäten reduzieren oder sich für einen anderen Standort entscheiden. Das ist keine politische Drohung, sondern eine betriebswirtschaftliche Konsequenz.
Eine Energiepolitik, die diese Zusammenhänge ignoriert, gefährdet industrielle Wertschöpfung und damit die wirtschaftliche Grundlage unseres Wohlstands.
Wer trägt eigentlich die politische Verantwortung?
Die Energiewende ist kein Naturereignis, das Deutschland unvorbereitet getroffen hat. Sie ist das Ergebnis konkreter politischer Entscheidungen, die seit dem Jahr 2000 unter wechselnden Bundesregierungen getroffen wurden.
Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde ein System geschaffen, das Investitionen in bestimmte Erzeugungstechnologien durch gesetzliche Förderansprüche absichert. Der weitere Ausbau wurde über immer neue Ziele, Fördermechanismen und regulatorische Vorgaben vorangetrieben. Die Frage, wie sich eine zunehmend wetterabhängige Stromproduktion wirtschaftlich und zuverlässig in das gesamte Versorgungssystem integrieren lässt, wurde dagegen offenkundig nicht mit derselben Konsequenz beantwortet.
Heute stehen wir vor den Folgen dieser politischen Prioritätensetzung.
Es wurden enorme Erzeugungskapazitäten geschaffen, deren Stromproduktion sich nicht am tatsächlichen Bedarf orientiert. Die Netzbetreiber müssen ein immer komplexeres System beherrschen. Die staatlichen Förderverpflichtungen bleiben milliardenschwer. Gleichzeitig werden zusätzliche öffentliche Mittel benötigt, um die Netzentgelte für Verbraucher und Unternehmen zu begrenzen.
Dass die Bundesregierung inzwischen selbst eine grundlegende Neuordnung des EEG für notwendig hält, ist bezeichnend. Im September 2026 legte sie eine Reform vor, die den Ausbau stärker an Bezahlbarkeit, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit ausrichten soll.
Genau diese Kriterien hätten von Anfang an die Grundlage einer verantwortungsvollen Energiepolitik bilden müssen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob sich mit weiteren Reformen einzelne Milliardenbeträge einsparen lassen. Sie lautet, warum ein System, das seit mehr als einem Vierteljahrhundert mit massiven staatlichen Eingriffen aufgebaut wurde, noch immer derart hohe finanzielle Unterstützung benötigt.
Solange die Politik den Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung als vorrangiges Ziel behandelt und die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems zur nachgeordneten Frage macht, wird sich an diesem Grundproblem wenig ändern.
Deutschland braucht keine weiteren Erfolgsmeldungen über billigen Solarstrom, sondern eine ehrliche Gesamtrechnung.
Die Zahlen vom 26. Oktober 2026 liefern dafür einen weiteren Anlass. 17,524 Milliarden Euro EEG-Finanzierungsbedarf, ein geplanter milliardenschwerer Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzkosten und gleichzeitig ein Anstieg der gesetzlichen Stromumlagen um 22,9 Prozent.
Das sind keine voneinander unabhängigen Randnotizen des Energiemarktes. Sie dokumentieren vielmehr, wie umfangreich und kostspielig die staatliche Steuerung der deutschen Stromversorgung inzwischen geworden ist.
Die Mittelstandsvereinigung Energie für Deutschland e. V. fordert deshalb eine grundlegende Abkehr von einer Energiepolitik, die einzelne Technologien politisch bevorzugt und deren wirtschaftliche Folgekosten auf Steuerzahler und Stromkunden verteilt.
Maßstab einer vernünftigen Energiepolitik müssen Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, internationale Wettbewerbsfähigkeit und die tatsächlichen Gesamtkosten des Energiesystems sein. Nicht die installierte Leistung von Wind- und Solaranlagen, nicht die Erfüllung politischer Ausbauziele und schon gar nicht einzelne Stunden mit vermeintlich kostenlosem Börsenstrom.
Nach mehr als 25 Jahren Energiewende ist es höchste Zeit, die wirtschaftliche Bilanz dieses gigantischen staatlichen Eingriffs grundsätzlich auf den Prüfstand zu stellen.
Denn eine Stromversorgung wird nicht dadurch günstig, dass der Staat ihre Kosten auf immer mehr Haushaltspositionen, Umlagen und Subventionen verteilt.
